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Stundenkonto

Saldo aus Soll- und Ist-Arbeitszeit über einen Zeitraum hinweg. Macht Über- und Unterstunden transparent, Pflicht-Werkzeug, sobald Arbeitszeit jenseits starrer Tagesmodelle erfasst wird.

Was ein Stundenkonto ist

Ein Stundenkonto vergleicht laufend die geleistete Arbeitszeit (Ist) mit der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit (Soll). Die Differenz ist der Saldo: positiv bei Überstunden, negativ bei Unterstunden. Es ist der zentrale Mechanismus, mit dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer Flexibilität verbuchen, ohne jeden Tag exakt auf die Sekunde passen zu müssen.

Soll-Berechnung

Das Soll ergibt sich aus dem Arbeitszeitmodell: Wochenstunden, Verteilung auf Wochentage, ggf. Halbtage. Tage mit Urlaub, Krankheit oder gesetzlichen Feiertagen reduzieren oder ersetzen das Tages-Soll je nach Regelung.

Ist-Berechnung

Das Ist ist die Summe der pro Tag erfassten Arbeitszeit. In evaluateMe wird die Zeit per Stoppuhr oder als manueller Eintrag erfasst; das Tages-Ist ergibt sich aus diesen Einträgen. Pausen bildet man ab, indem man sie schlicht nicht erfasst, eine automatische ArbZG-Pausenlogik gibt es nicht.

Verbuchung von Über- und Unterstunden

Wie ein positiver Saldo verbucht wird (Auszahlung, Freizeitausgleich, Verfall nach Frist), regelt der Arbeitsvertrag bzw. die Betriebsvereinbarung, nicht das Tool. Das Stundenkonto stellt nur transparent dar, was da ist.

Häufige Fragen

Ist ein Stundenkonto in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben?
Seit dem BAG-Urteil vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, ein System zur Arbeitszeiterfassung einzuführen. Ein klassisches Stundenkonto ist eine der Standardumsetzungen dieser Pflicht.
Was passiert mit Überstunden, wenn sie nicht ausgeglichen werden?
Das hängt vom Arbeitsvertrag ab. Manche Verträge sehen Verfall nach Frist vor (z.B. 12 Monate), andere garantieren Auszahlung, wieder andere setzen Überstunden als mit dem Gehalt abgegolten. evaluateMe zeigt den Saldo, die rechtliche Bewertung übernimmt das Tool nicht.
Wie geht ein Stundenkonto mit Teilzeit um?
Das Soll skaliert linear mit dem Beschäftigungsgrad. Eine 50%-Stelle hat 50% des Voll-Solls. Halbtage und ungerade Verteilungen über die Woche werden über das Arbeitszeitmodell hinterlegt.