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FAQ · Krankheit

Was passiert mit meinen getrackten Stunden, wenn ich krank werde?

Antwort

Das hängt vom Tool ab. In evaluateMe nimmt eine Krankmeldung die bereits getrackten Stunden des Tages automatisch aus dem Saldo zurück (die Buchungen bleiben sichtbar) und rechnet das Tages-Soll als „Anwesenheit" an, der Krankheitstag zählt nicht als Minus auf dem Stundenkonto.

Das Grundproblem: Soll-Stunden trotz Krankheit

Jeder Arbeitstag bringt ein Tages-Soll mit, z. B. acht Stunden bei einer 40-Stunden-Woche. Wer krank wird und nicht arbeitet, hat zunächst eine Lücke zwischen Soll und Ist: acht Stunden Soll, null Stunden Ist. Ohne Korrektur würde das Stundenkonto ins Minus rutschen, obwohl die Lohnfortzahlung den Tag wie einen normalen Arbeitstag bezahlt.

Genau diese Lücke muss ein Zeiterfassungstool sauber schließen, sonst sammeln sich „künstliche" Minus-Stunden, die nichts mit der echten Arbeitsleistung zu tun haben.

Wie evaluateMe das löst

Wird ein Tag in evaluateMe als Krankheitstag markiert, geschieht zweierlei:

1. Bereits getrackte Zeiten dieses Tages werden automatisch aus dem Saldo zurückgenommen, wer morgens noch eine Stunde gearbeitet hat, bevor er merkt, dass es nicht geht, verliert keine Daten: die Buchungen bleiben sichtbar, zählen aber nicht mehr als „gearbeitet".
2. Das volle Tages-Soll wird automatisch als Anwesenheit gutgeschrieben.

Saldo-Effekt: neutral. Der Krankheitstag belastet das Stundenkonto nicht und hinterlässt keine Lücke, die später nachgearbeitet werden müsste.

Was andere Tools machen

Die Logik unterscheidet sich von Tool zu Tool deutlich. Drei Muster sind verbreitet:

- Saldo-neutral mit Soll-Gutschrift (wie evaluateMe): Krankheitstag = Soll = Ist.
- Manuelles Eintragen ohne automatische Soll-Anpassung, der Nutzer muss selbst „Krank" buchen, und das Konto verrechnet wie ein Urlaubstag.
- Separate Abwesenheitsverwaltung ohne Stundenkonto-Anbindung, die Abwesenheit wird nur in der Personalakte vermerkt, das Stundenkonto bleibt aber im Minus.

Vor einem Tool-Wechsel lohnt sich der Blick in die Handbücher oder ein Testdurchlauf mit einem fiktiven Krankheitstag.

Was du dokumentieren solltest

Unabhängig vom Tool: Eine saubere Buchhistorie schützt im Streitfall. Wichtig sind:

- Wann die Krankmeldung beim Arbeitgeber erfolgte (siehe FAQ),
- Welche AU-Bescheinigungen vorliegen,
- Welche Tage als Krankheitstage erfasst sind, möglichst mit Markierung, nicht durch Löschen alter Buchungen.

Wer im Tool die ursprünglich getrackten Stunden komplett überschreibt, verliert nachvollziehbare Spuren. Eine Lösung, die alte Buchungen sichtbar lässt und nur den Status ändert, ist im Zweifel besser.

Verwandte Fragen

Verfallen meine angefangenen Stunden, wenn ich mitten am Tag krank werde?
In evaluateMe nicht, die Buchungen bleiben sichtbar, zählen aber nicht mehr in den Saldo. Das Tages-Soll wird stattdessen voll als Anwesenheit angerechnet. In anderen Tools kann das anders aussehen.
Muss ich Krankheitstage rückwirkend selbst eintragen?
Üblicherweise ja, die Krankmeldung beim Arbeitgeber löst nicht automatisch eine Buchung im Zeiterfassungstool aus. In evaluateMe geht das über die Abwesenheits-Erfassung mit Rückdatierung.
Was passiert mit Überstunden während einer langen Krankheit?
Überstunden, die vor der Krankheit aufgebaut wurden, bleiben auf dem Konto stehen. Sie können nach der Genesung als Freizeit ausgeglichen werden, Detail-Regelungen stehen meist in der Betriebsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag.

Quellen

Stand:

Im Glossar

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