evaluateMe

Vergleich

evaluateMe vs. Stundenzettel-Vorlage (Papier / PDF)

Stundenzettel auf Papier oder PDF vs. evaluateMe: Was reicht für die BAG-Arbeitszeit-Pflicht und wo Papier-Zettel scheitern. Honest Take, kein Bashing.

In einem Satz

Papier- oder PDF-Stundenzettel reichen für Mini-Jobs und Solo-Handwerker, die nur sich selbst dokumentieren. Sobald ein Mitarbeiter mit Arbeitsvertrag dazukommt oder die Arbeitszeit-Pflicht aus dem BAG-Beschluss von 2022 nachgewiesen werden muss, wird es eng, vor allem bei Lesbarkeit, Verlust-Risiko und beim Manipulationsschutz.

Wo Stundenzettel-Vorlage (Papier / PDF) stärker ist

  • 100 % kostenlos und sofort verfügbar

    Eine Stundenzettel-Vorlage gibt es in fünf Minuten, von dutzenden Anbieter-Seiten als PDF herunterladen, ausdrucken, fertig. Kein Login, kein Tool, kein Vertrag, keine monatlichen Kosten. Im Handwerks-Block oder als Schreibtisch-Vordruck ist das seit Jahrzehnten Standard.

  • Kein Internet, kein Strom, keine App nötig

    Ein Block und ein Stift funktionieren auf jeder Baustelle, in jeder Küche, in jedem Gewächshaus. Keine Akku-Sorgen, keine Funkloch-Probleme, kein App-Update das die Eingabemaske verändert. Für Außendienst in Gegenden ohne stabile Verbindung kann das ein echtes Plus sein.

  • Etabliert im Handwerk und in Mini-Jobs

    Der Papier-Stundenzettel ist die Default-Lösung in vielen Handwerksbetrieben, in der Gastronomie und im Mini-Job-Bereich. Mitarbeiter und Vorgesetzte kennen das Format, der Steuerberater akzeptiert es, und für die Mindestlohn-Aufzeichnungspflicht nach § 17 MiLoG reicht es formal aus.

  • Kein Anbieter-Risiko, keine Datenschutz-Fragen

    Die Aufzeichnung gehört dir. Kein SaaS, der die Preise erhöht. Kein AVV, der unterschrieben werden muss. Kein Cloud-Anbieter, der morgen anders auslegt, wo die Daten liegen. Für Betriebe, die jede zusätzliche Software vermeiden wollen, hat das einen ehrlichen Wert.

Wo evaluateMe stärker ist

  • Rechtssicher dokumentiert mit Audit-Log ab Business

    Das BAG hat 2022 entschieden (Beschluss 1 ABR 22/21), dass Arbeitgeber die gesamte Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter „objektiv und verlässlich" erfassen müssen. Ein Papier-Stundenzettel kann das formal, aber jeder kann mit Tipp-Ex oder einem zweiten Stift Zeiten nachträglich überschreiben, ohne dass es protokolliert wird. evaluateMe Business hat ein Audit-Log, das jede Änderung mit Zeitstempel und Nutzer festhält. Für die Nachweisbarkeit gegenüber Zoll, Betriebsrat oder im Streitfall ist das der entscheidende Unterschied.

  • Abrechenbar vs. intern, pro Eintrag, mit Billable-Quote

    Auf dem Papier-Stundenzettel steht nur, wie lange gearbeitet wurde, nicht, was davon abrechenbar war. In evaluateMe markierst du jeden Zeiteintrag als abrechenbar oder intern und siehst im Auswertungs-Wizard die Billable-Quote pro Mitarbeiter, Kunde oder Kategorie. Dazu führst du je Kunde, Klient oder Retainer ein eigenes Kontingent aus Inklusivstunden mit Soll/Ist und Restkontingent, bei dem nur der Mehraufwand berechnet wird und ungenutzte Stunden verfallen, Dinge, die ein Papier-Block schlicht nicht leisten kann.

  • Kein Papier-Chaos: Lesbarkeit, Verlust, keine Suchfunktion

    Papier-Stundenzettel werden unleserlich, gehen auf der Baustelle verloren, landen feucht im Auto-Fußraum oder im Bauschutt. Wer „die Stunden vom letzten Juni" sucht, blättert durch Ordner statt zu filtern. evaluateMe hält die Daten zentral, durchsuchbar, exportierbar, und löst nicht in Pizza-Fettflecken auf.

  • Daten bleiben dir: Export ohne Re-Tipperei

    Wer von Papier zu einem echten System wechseln will, muss alle alten Zettel abtippen oder den Cut bei „Stichtag" machen und den Rest als Aktenordner archivieren. Aus evaluateMe kommen Auswertungen und der Stundenkonto-/Saldo-Verlauf als CSV, Rechnungen als PDF, XRechnung oder ZUGFeRD, und jeder Nutzer kann seine eigenen Daten als JSON exportieren (DSGVO Art. 15/20). Du bist nicht eingesperrt.

  • Stundenkonto, Saldo und Rechnungen aus einer Quelle

    Soll/Ist-Saldo, Übertrag aus dem Vormonat, Resturlaub: auf Papier jedes Mal mit dem Taschenrechner addieren, bei evaluateMe Standardansicht. Und wenn am Monatsende eine Rechnung rausgehen muss, erzeugt evaluateMe direkt PDF, XRechnung oder ZUGFeRD (EN 16931), beim Papier-Zettel endet die Kette beim eingescannten Stundennachweis.

Feature-Matrix

Funktion evaluateMe Stundenzettel-Vorlage (Papier / PDF)
Preis (1 Nutzer) Ja (Light, 1 Nutzer, dauerhaft; Tracking + Stundenkonto; Rechnungen ab Business) 0 € (Block oder PDF-Druck)
Preis (5 Mitarbeiter, Standard-Plan jährlich) 20,40 € / Monat (Basic, 5 Nutzer, jährlich) 0 €, aber kein Sync, kein Saldo, kein Audit
BAG-konforme Arbeitszeit-Erfassung (Beginn, Ende, Dauer) Ja, minutengenau per Stoppuhr oder manuellem Eintrag
Beide erfüllen die formale BAG-Anforderung. Der Unterschied liegt im Manipulationsschutz (nächste Zeile).
Ja, handschriftlich oder PDF-ausgefüllt
Manipulationsschutz / Audit-Log Ja (ab Business): jede Änderung mit User + Zeitstempel
Im BAG-Kontext und bei Zoll-Kontrollen praktisch der wichtigste Punkt.
Nein: Tipp-Ex, Überschreiben, „verlorene" Zettel sind trivial
Lücken-Erkennung und Überlappungs-Sperre am Tag Ja: Lücken werden markiert, überlappende Einträge blockiert Nein, Tippfehler und Doppel-Eintragungen fallen nicht auf
Abrechenbar/intern pro Eintrag + Billable-Quote Ja, mit Auswertung pro Mitarbeiter, Kunde, Kategorie Nein, separat im Kopf oder in Excel
Stundenkonto mit Soll/Ist und Übertrag Ja, automatisch Taschenrechner-Arbeit am Monatsende
Lesbarkeit und Verlust-Risiko Daten zentral in der Cloud, tägliche Backups Handschrift, Wasser, Bauschutt, vergessen im Auto
Suchfunktion / Filter (z.B. „Stunden Mitarbeiter X im Mai") Ja, sofort Aktenordner durchblättern
Mehrere Mitarbeiter ohne Datei-Konflikte Ja (cloud-nativ, Echtzeit) Jeder seinen eigenen Block, am Monatsende einsammeln
Urlaubs- und Krankmanagement Ja (ab Basic), mit Approval-Inbox Separate Liste, Outlook-Kalender oder Notiz-Block
XRechnung-Export (EN 16931) Ja, eingebaut Nein, eingescannter Zettel ist Maximum
ZUGFeRD (EN 16931) Ja, eingebaut Nein
Backup, Aufbewahrungspflicht Tägliche Backups, Hetzner Falkenstein, AVV Aktenordner, Aufbewahrung mind. 2 Jahre nach § 16 Abs. 2 ArbZG
Mobile Nutzung (Stunden vor Ort eintragen) Native iOS + Android Apps, sofort gespeichert Block ja, aber später ablesen und übertragen nötig
Migration zu einem anderen Tool später CSV für Auswertung + Stundenkonto, PDF/XRechnung/ZUGFeRD für Rechnungen, JSON-Selbstexport je Nutzer Abtippen oder Cut zum Stichtag, Altdaten bleiben Papier

Preise im Vergleich

Plan evaluateMe Stundenzettel-Vorlage (Papier / PDF)
1 Nutzer (solo) 0 € (Light, 1 Nutzer, dauerhaft; Tracking + Stundenkonto) 0 € (Block, PDF-Druck oder Vorlage aus dem Netz)
5 Mitarbeiter (Standard) 20,40 € / Monat (Basic, jährlich, inkl. MwSt) 0 € für die Vorlage, Personalaufwand für Auswertung und Aufbewahrung kommt obendrauf
Papier ist nominell gratis, kompensiert aber nicht den Mehraufwand bei Pausen, Sammeln, Auswertung und Aufbewahrung, und nicht das Risiko, wenn der Audit-Log fehlt oder Zettel verloren gehen.
20 Mitarbeiter (Business) 165 € / Monat (Business, jährlich, inkl. MwSt, mit Audit-Log und Rechnungen) Papier nicht mehr realistisch ohne echtes System

Stand:

Migration & Datenübernahme

Wer von Papier-Stundenzetteln zu evaluateMe wechselt, hat es einfacher als bei einer Tool-zu-Tool-Migration, weil die Altdaten ohnehin nicht strukturiert importierbar sind.

Pragmatischer Pfad:

1. Stichtag festlegen, z.B. Monatsanfang. Bis zum Stichtag wird auf Papier weitergeführt, ab Stichtag in evaluateMe.
2. Mitarbeiter und Kunden anlegen, das geht von Hand; einen CSV-Import von Stammdaten gibt es nicht, aber bei überschaubarer Zahl reichen wenige Minuten.
3. Arbeitszeitmodell und Resturlaub je Nutzer hinterlegen: Wochenstunden, Arbeitstage und Urlaubsanspruch (inkl. Resturlaub Vorjahr) im Modell setzen.
4. Altsaldo sauber abbilden: einen exakten Anfangswert aus dem Papier-Zettel kannst du nicht direkt einbuchen, entweder du startest das Stundenkonto bei null zum Stichtag, oder du gleichst eine offene Differenz über reguläre Zeiteinträge aus.
5. Alte Papier-Zettel geordnet in den Aktenordner, mindestens 2 Jahre aufbewahren (§ 16 Abs. 2 ArbZG, für Rechnungs-Belege gelten zusätzlich GoBD-Fristen bis 10 Jahre).

Keinen Versuch wert: alte Papier-Stunden eintrag-für-eintrag in evaluateMe abtippen. Der Aufwand übersteigt den Nutzen, die alten Zettel bleiben besser im Aktenordner.

Bleib bei Stundenzettel-Vorlage (Papier / PDF), wenn

Du bist Solo-Handwerker oder -Selbstständiger und dokumentierst nur dich selbst für die eigene Rechnungsstellung, ohne Mitarbeiter mit Arbeitsvertrag. Du arbeitest in einem Umfeld ohne stabile Internet- oder Stromversorgung. Du beschäftigst nur Mini-Jobber im engsten Sinn und willst keinerlei zusätzliche Software einführen. Dann ist der Papier-Stundenzettel ehrlich genug.

Wechsel zu evaluateMe, wenn

Du hast einen Mitarbeiter mit Arbeitsvertrag (oder bekommst bald einen), du musst die Arbeitszeit-Erfassungspflicht aus dem BAG-Beschluss sauber nachweisen können, du arbeitest in einer Branche mit Zoll-Kontroll-Risiko (Bau, Gastro, Speditionen, siehe MiLoG § 2a SchwarzArbG), du willst dir das Saldo-Rechnen am Monatsende sparen und abrechenbare von internen Stunden trennen, oder du planst, eines Tages auf ein echtes System umzusteigen und willst die Migration nicht aus 500 Papier-Zetteln tippen müssen.

Häufige Fragen zum Vergleich

Sind Papier-Stundenzettel rechtlich überhaupt noch erlaubt?
Ja, das BAG hat in der Entscheidung 1 ABR 22/21 klargestellt, dass die Erfassung „objektiv und verlässlich" sein muss, aber nicht zwingend elektronisch. Ein Papier-Stundenzettel erfüllt formal die Anforderung, solange Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit (inkl. Pausen) nachvollziehbar dokumentiert sind. Der EuGH hatte das im Stechuhr-Urteil C-55/18 europarechtlich angestoßen. Der Knackpunkt ist die Manipulationssicherheit: ohne Audit-Log lässt sich im Zweifel schwer beweisen, dass Einträge nicht nachträglich verändert wurden. Das BMAS plant eine Pflicht zur elektronischen Erfassung mit Übergangsfristen (ab 250 MA ein Jahr, ab 50 MA zwei Jahre, ab 10 MA fünf Jahre); Betriebe unter 10 Mitarbeitern sollen nach aktuellem Referentenentwurf ausgenommen bleiben (Stand Juni 2026, Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen).
Reicht ein Papier-Stundenzettel für einen Solo-Handwerker?
Wahrscheinlich ja, wenn du keine Mitarbeiter hast und die Zettel nur für die eigene Rechnungsstellung führst. Die BAG-Pflicht zur Arbeitszeit-Erfassung gilt für Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern, als Solo-Selbstständiger erfasst du Zeiten nur für deinen eigenen Bedarf, nicht für eine Aufsichtsbehörde. Sobald du aber jemanden mit Arbeitsvertrag einstellst, kippt die Situation. In Branchen, die unter § 2a SchwarzArbG fallen (z.B. Bau, Gastronomie, Speditionen), greifen zusätzlich die MiLoG-Aufzeichnungspflichten und Zoll-Kontrollen.
Was passiert, wenn ich Papier-Stunden im Streitfall vor Gericht nachweisen muss?
Ein Papier-Stundenzettel ohne Versionierung und ohne Audit-Log ist als Beweismittel schwächer als ein System mit dokumentierten Änderungs-Logs. Im Zweifel kann die Gegenseite argumentieren, der Zettel sei nachträglich angepasst worden, Tipp-Ex und Überschreibungen sind trivial. Wer regelmäßig Foto-Kopien oder Scans archiviert, verbessert die Beweislage etwas, kommt aber nicht an einen echten Audit-Log heran. Im Zweifel: einen Arbeitsrechts-Spezialisten fragen, das hier ist kein Rechtsrat.
Wie lange muss ich Papier-Stundenzettel aufbewahren?
Nach § 16 Abs. 2 ArbZG mindestens zwei Jahre. Für Rechnungs- und Lohn-Belege gelten zusätzlich die GoBD-Aufbewahrungsfristen von bis zu 10 Jahren. In Branchen mit MiLoG-Pflicht (Bau, Gastro, Speditionen u.a.) gelten parallel die zwei Jahre aus § 17 Abs. 2 MiLoG. Praktisch heißt das: Aktenordner-Pflege, sortiert nach Mitarbeiter und Monat, an einem Ort, der die Aufbewahrungszeit übersteht.
Kann ich Papier-Stundenzettel und evaluateMe parallel nutzen?
Klar, aber lohnt sich selten. Wer evaluateMe nutzt, hat die Zeiten in einer Quelle, wer parallel Papier pflegt, hat zwei Quellen und damit zwei Risiken für Abweichungen. Sinnvoller: einen Stichtag setzen, ab dem Papier nur noch Archiv ist. Übergangsweise lässt sich der Zettel-Block für Außendienst in Funkloch-Gegenden behalten und die Einträge abends in evaluateMe nachtragen.

Quellen

Stand:

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